Lieder index:
1. An den Schlaf
2. Der Schatzgräber
3. Im Blumengarten
1. "An
den Schlaf"
Text by Eduard Mörike (1804-1875)
Music by Hanns Eisler, 1940
See also:
Hugo Wolf (1860-1903),
from Mörike-Lieder, no. 29
Schlaf! süßer Schlaf! obwohl dem Tod wie du nichts gleicht,
auf diesem Lager doch willkommen heiß' ich dich!
denn ohne Leben so, wie lieblich lebt es sich!
so weitt vom Sterben, ach, wie stirbt es sich so leicht!
2. "Der
Schatzgräber"
Text by Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
Music by Hanns Eisler, 1942
See also:
Johann Karl Gottfried Loewe
(1796-1869), op. 59 no. 3
Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), published 1811.
Franz Schubert (1797-1828),
D. 256 (August 19, 1815), first published in 1887
Arm am Beutel, krank am Herzen,
Schleppt ich meine langen Tage.
Armut ist die größte Plage,
Reichtum ist das höchste Gut!
Und, zu enden meine Schmerzen,
Ging ich, einen Schatz zu graben.
Meine Seele sollst du haben!
Schrieb ich hin mit eignem Blut.
Und so zog ich Kreis um Kreise,
Stellte wunderbare Flammen,
Kraut und Knochenwerk zusammen:
Die Beschwörung war vollbracht.
Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze;
Schwarz und stürmisch war die Nacht.
Und ich sah ein Licht von weiten,
Und es kam gleich einem Sterne
Hinten aus der fernsten Ferne,
Eben als es Zwölfe schlug.
Und da galt kein Vorbereiten:
Heller wards mit einem Male
Von dem Glanz der vollen Schale,
Die ein schöner Knabe trug.
Holde Augen sah ich blinken
Unter dichtem Blumenkranze;
In des Trankes Himmelsglanze
Trat er in den Kreis herein.
Und er hieß mich freundlich trinken;
Und ich dacht: es kann der Knabe
Mit der schönen lichten Gabe
Wahrlich nicht der Böse sein.
Trinke Mut des reinen Lebens!
Dann verstehst du die Belehrung.
Kommst, mit ängstlicher Beschwörung,
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens:
Tages Arbeit! Abends Gäste!
Saure Wochen! Frohe Feste!
Sei dein künftig Zauberwort.
3. "Am
See, tief zwischen Tann und Silberpappel"
Text by Bertolt Brecht (1898-1956)
Music by Hanns Eisler, "Im Blumengarten" (1955)
See also:
Andre Asriel (b. 1922), "Der Blumengarten"
Am See, tief zwischen Tann und Silberpappel,
Beschirmt von Mauer und Gesträuch ein Garten,
So weise angelegt mit monatlichen Blumen,
Daß er vom März,
Vom März bis zum Oktober blüht,
Hier in der Früh, nicht allzu häufig,
Sitz ich und wünsche mir,
Auch ich mög allezeit in den verschiednen Wettern,
Guten, schlechten, guten, schlechten,
Dies oder jenes Angenehme zeigen.
|