Französischer
Philosoph, Theologe, Dichter und Komponist: seine tragische Liebesgeschichte mit Heloïse
wurde zum Symbol der sogenannten höfischen Liebe.
Er war Sohn eines Ritters und lernte beim Theologiestudium seine
Schülerin Heloïse lieben.
Nach dem Scheitern ihrer Beziehungen trat er in das Kloster St. Denis
ein, sie wurde Nonne im Kloster Argenteuil; beide gerieten in Gegensatz zu ihren Oberen.
Abaelard zog darauf in ein Bethaus, das er dem Paraklet (d. h. dem
Heiligen Geist) weihte.
Abt des Klosters St. Gildas de Rhuys (Bretagne) geworden, stellte er
Heloïse und ihren Nonnen, die ihr Kloster hatten verlassen müssen, sein altes Refugium
zur Verfügung.
Abaelard schrieb u. a.
ein Hymnar für Kloster Paraklet, z. T. ohne Notation, z. T. mit linienlosen Notenzeichen, die sich bisher nicht übertragen
ließen.
Aus den Briefen der Heloïse
können wir schließen, daß Abaelard sie in
Liebesliedern besungen hatte, die jedoch
verloren sind.
Nach ihrem Tod wurden beide in Kloster Paraklet bestattet.
Nachdem das Grab während der Französischen Revolution verwüstet worden war, wurden sie 1817 auf den Friedhof Père-Lachaise in Paris überführt.