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Heinrich Ignaz Franz Biber

(1644 - 1704)

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Die Biographie von Heinrich Biber


Böhmischer Violinist und Komponist: vermutlich erfuhr Biber seine musikalische Ausbildung in Wien.

1668 finden wir ihn in Kremsier, ab 1670 in den Diensten des Fürst-Erzbischofs Max Gandolf in Salzburg, wo er seit 1679 Vizekapellmeister und seit 1684 Kapellmeister und Truchseß war, zu einer Zeit, als die Violine noch ein sehr neues Instrument war, machte Biber durch sein virtuoses Geigenspiel von sich reden und galt bald als der bedeutendste deutsche Geiger des 17. Jahrhunderts.

Um seine eigenen, anspruchsvollen Stücke spielen zu können, bediente er sich häufig der sogenannten "scordatura", des bewußten Umstimmens oder Verstimmens der Violinsaiten und erweiterte die Spieltechnik seines Instruments außerdem um Doppelgrifftechnik und höheres Lagenspiel.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen die sogenannten Rosenkranz Sonaten "zur Verherrlichung von 15 Mysterien aus dem Leben Mariae" (um 1675).

Dieser Zyklus von dreimal fünf Violinsonaten behandelt in einer Art von "psychischer Programmusik" die freudenreichen, schmerzensreichen und glorreichen Geheimnisse Mariens.

Von anderen Werken Bibers seien genannt die Tafelmusik von 1680, die 8 großen Violinsonaten (1681), die Missa Sancti Henrici (1701), das Requiem und einige Opern.