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Francois-Adrien Boieldieu

 (1775 - 1834)

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Die Biographie von Francois-Adrien Boieldieu

 

Französischer Opernkomponist, Boieldieu stammte aus Rouen, wo sein Vater erzbischöflicher Sekretär war.

Mit 15 Jahren war er Hilfsorganist an einer Kirche seiner Heimatstadt, und drei Jahre später brachte er seine erste Oper nach einem Libretto seines Vaters heraus, "La fille coupable".

An die Französische Revolution paßte er sich an, indem er einige patriotische Lieder schrieb; dann wandte er sich nach Paris, wo er ernstlich begann, für die Bühne zu komponieren.

1798 wurde er Klavierlehrer am Pariser Conservatoire; im Jahr 1800 hatte er mit seiner Oper "Le Calife de Bagdad" einen schönen Erfolg.

Von 1803 bis 1810 war er als Hofkompositeur in St. Petersburg tätig, 1811 kehrte er nach Paris und ans Conservatoire zurück.

Nun kamen seine drei erfolgreichsten Opern heraus: die erste, "Jean de Paris" (1812), wurde von Schumann mit Mozarts Figaro verglichen, 1818 kam "Le petit chaperon rouge" ("Rotkäppchen") auf die Bühne.

"La Dame blanche" ("Die weiße Dame") wurde bei ihrem Erscheinen 1825 als eine würdige Antwort auf die Opern Rossinis, aber auch als Gegenstück zu Webers "Freischütz" gefeiert.

Aus gesundheitlichen Gründen mußte Boieldieu bald darauf seine Lehrtätigkeit aufgeben, doch setzte ihm König Louis Philippe eine Pension aus, worauf der Komponist sich in sein Landhaus zurückzog und sich der Malerei widmete, für die er eine entschiedene Begabung hatte.

Mit seinen etwa 40 Bühnenwerken gilt er als einer der bedeutendsten Komponisten der französischen opéra?comique.