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Dietrich Buxtehude

(c. 1637 - 1707)

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Die Biographie von Dietrich Buxtehude

 

Deutscher Komponist und Orgelvirtuose, Buxtehude, der zu den Begründern der norddeutschen Orgelschule gehört, war einer der gebildetsten Komponisten seiner Zeit.

Über seine frühen Lebensjahre ist wenig bekannt: es scheint heute festzustehen, daß er in Oldesloe in Holstein geboren wurde; doch ist es auch möglich, daß er dänischer Abstammung war.

Buxtehude war Schüler seines Vaters, der über 30 Jahre lang Organist in Helsingör war.

Dietrich Buxtehude, der seit 1660 ebenfalls in Heisingör tätig war, kam 1668 als Organist an die Marienkirehe in Lübeck.

Hier wurde er durch seine vielgerühmten Abendmusiken an den fünf Sonntagen vor Weihnachten bekannt, zu denen Musiker von nah und fern herbeieilten.

Buxtehude leitete diese Aufführungen und schrieb auch die Musik dafür, von der allerdings bisher wenig aufgefunden wurde.

Die Abendmusiken brachten meist oratorienähnliche Musikwerke, daneben wurden auch Orgel- und Orchestermusik, Arien, Choräle und Chöre aufgeführt.

Buxtehudes Ruhm war so groß, daß 1705 Johann Sebastian Bach aus dem 400 Kilometer entfernten Arnstadt angereist kam, um ihn zu hören.

Bach war so damit beschäftigt, den faszinierenden Orgelstil Buxtehudes zu studieren, daß er vergaß, rechtzeitig nach Hause zurückzureisen, und von seinen Vorgesetzten in Arnstadt deshalb gerügt wurde.
 

MIDI FILE – Fuge in C (4’43’’)


Buxtehude hatte die Organistenstelle in Lübeck nur unter der Bedingung erhalten, daß er die Tochter seines Vorgängers (in seinem Falle Franz Tunder) heiratete.

Zu gegebener Zeit stellte er selbst eine ähnliche Bedingung, doch weder Bach noch Handel noch Mattheson vermochten sich für die 1675 geborene Anna Margaretha Buxtehude zu begeistern.

Aber obwohl Bach auf die Einheirat in die Familie Buxtehude verzichtete, hatte doch die Musik des Lübecker Meisters, insbesondere seine Klavier- und Orgelwerke, großen Einfluß auf sein eigenes Schaffen. 

Die Werke von Dietrich Buxtehude


In seinen Vokalwerken (z. B. der oratorienartigen „Rhythmica oratio", 1680) steht Buxtehude eher dem italienischen Stil nahe.

Für die Wiederbelebung des Interesses an Buxtehude setzte sich in unserem Jahrhundert insbesondere der Dichter und Orgelbauer Hans Henny Jahnn (1894-1959) ein.

In seiner „Glaubensgemeinde Ugrino" erschien seit 1925 die achtbändige Werkausgabe Buxtehudes.

Jahrin machte sich generell um die Tradition der norddeutschen Orgelmeister verdient.