Frédéric Chopin (1810 - 1849) [ Biographie | Die Werke | Werkverzeichnis | |
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Die Biographie von Frédéric Chopin |
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Fryderyk Franciszek Chopin wird am 1.März 1810 (nach eigenen Angaben, laut Taufbuch 22.Feb.) in Zelazowa Wola bei Warschau geboren. Sein Vater, ein gebürtiger Franzose, ist schon als junger Mann nach Polen gegangen und unterrichtet in den aristokratischen Kreisen Warschaus, später am Lyzeum und schließlich auch an der Militärakademie Französisch. Mit 6 Jahren erhält Frederic den ersten Klavierunterricht beim böhmischen Musiker Adalbert Zywny, der ihn vor allem für Bach, Haydn, Mozart und Beethoven begeistert.Die ersten Kompositionen Chopins schreibt der Lehrer für ihn nieder. 1817 wird die "Polonaise in g-moll" gedruckt. Schon bald wird der junge Pianist und Komponist als Wunderkind gefeiert. Die Sommerferien verbringt er aus Gesundheitsgründen meistens am Land, im Bauerndorf Szafarnia, wo er die polnische Volksmusik kennenlernt. Zwischen 1823 und 1826 besucht er das Lyzeum und beginnt schließlich 1826 mit dem Studium am Warschauer Konservatorium (Harmonie und Kontrapunkt bei Josef Elsner). Doch Chopin zeigt kaum ein Interesse an den klassischen Formen und Orchestrierung, die er dort lernen soll. Schon als Student versäumt er kaum eine Konzert- oder Opernaufführung, obwohl er weiß, daß die Leitungen der Warschauer Oper sehr zu wünschen übrig lassen. Nach einer kurzen Reise nach Berlin im Jahre 1828 kommt er 1829 endlich nach Wien, wo er auch die Drucklegung einiger seiner Werke beaufsichtigt. Schon nach zwei Auftritten wird er hier stürmisch gefeiert und kehrt heim, mit dem festen Vorsatz, wieder ins Ausland zu gehen. Was nützt mir das hiesige Lob! - auf das Urteil des Wieners, des Parisers kommt es an. Also fährt er 1830 ein zweites mal nach Wien. Doch der große Erfolg des ersten Besuchs wiederholt sich nicht. So nützt er die Zeit mit Konzert-, und Opernbesuchen und Komponieren. Er lernt die Walzer von Strauß (der I.) und Lanner kennen, doch begnügt er sich nicht damit, diese zu imitieren, sondern er schafft eine neue, zartere und poetischere Form des Walzers.- MIDI FILE Waltze op.64 n.2, for piano (326)Nach 8 Monaten verläßt er Wien, es zieht ihn nach Paris. In Stuttgart erreicht ihn die Nachricht von der blutigen Niederschlagung eines neuerlichen polnischen Aufstandes gegen die russische Besetzungsmacht. Im September 1831 trifft er in Paris ein. Paris ist Zufluchtsort für politische Flüchtlinge und Mekka für Künstler aus ganz Europa. Hier schließt er sofort enge Freundschaften mit Liszt, Mendelssohn und vielen anderen namhaften Musikern seiner Zeit.Obwohl seine Konzerte von Publikum und Kritik gleichermaßen begeistert aufgenommen werden, muß er sich seinen Lebensunterhalt zunächst durch Klavierstunden für polnische Emigranten verdienen. Doch mit dem Konzert bei einer Abendgesellschaft der Rothschilds gelingt ihm der große Durchbruch. Die Baronin Rothschild meldet sich als Schülerin und viele Mitglieder der Gesellschaft folgen ihrem Beispiel. Chopin tritt von nun an in den feinsten Pariser Salons auf. Das macht ihn unabhängig von öffentlichen Konzerten und Reisen, zwingt ihn aber zu einem aufwendigerem Lebensstil. 1835 findet die letzte Begegnung mit seinen Eltern statt, die in Karlsbad auf Kur sind. Auf der Heimreise verliebt er sich in Dresden in Maria Wodzinska, die Tochter einer polnischen Adelsfamilie. Ihre Eltern lehnen aber seinen Heiratsantrag ab, und die Romanze ist bald vorüber. In Leipzig trifft er Mendelssohn wieder und lernt Robert Schumann und die 15-jährige Clara Wieck kennen.Im Oktober 1836 begegnet er zum ersten Mal George Sand (eigentl. Baronin Aurore Dudevant), eine tragende Schriftstellerin. Chopin ist von ihr nicht sehr angetan, sie aber verliebt sich sofort in das Genie. Ihre Einladung, den Sommer mit ihr und einigen Freunden auf ihrem Landgut in Nohant (Mittelfrankreich) zu verbringen, lehnt er ab. Erst im Sommer 1838 gibt er ihrem Drängen nach und verbringt einige Zeit mit ihr und ihren beiden Kindern in Nohant. Im Winter unternehmen sie eine Reise nach Mallorca, die Chopins schlechten Gesundheitszustand bessern soll. Der Aufenthalt wird aber schließlich durch die feindseligen Inselbewohner und das feuchte, windige Winterwetter für Chopin zur Qual. Seine beginnende Lungentuberkulose wird dadurch nur noch verschlimmert. Dennoch entstehen auf Mallorca bedeutende Werke, u.a. die Preludes. - MIDI FILE 24 Preludes (complete) op.24 for piano (3530) In den folgenden Jahren verbringt er den Sommer mit George Sand in Nohant, das restliche Jahr leben sie in getrennten Wohnungen in Paris. In dieser Zeit gibt Chopin nur wenige öffentliche Konzerte und tritt eher in den vornehmen Salons der Stadt auf. Es ist eine überaus fruchtbare Zeit für ihn als Komponist. Obwohl er jede Anstrengung vermeidet, verschlechtert sich sein Gesundheitszustand zunehmend. Dazu träg auch nicht unwesentlich das allmähliche Auseinanderbrechen der Beziehung mit George Sand bei. Diese hat schon einige Zeit zuvor einen Schlüsselroman über ihr Verhältnis mit Chopin veröffentlicht (Lucrezia Floriani), in dem er nicht besonders gut wegkommt. Schließlich mischt sich Chopin auch noch in ihre Familienangelegenheiten ein und ergreift die Partei ihrer Tochter, was im August 1847 zum endgültigen Bruch führt. Nach der Trennung von George Sand ist Jane Stirling, eine ehemalige Schülerin und Bewunderin von Chopin, seine größte Stütze. 1848 überredet sie ihn zu einer Englandtournée. Er gibt Konzerte in London, Edinburgh, Manchester, Glasgow. Doch das kühle, nebelige Wetter zwingt ihn schon bald zur Heimreise. Als im Sommer 1849 der völlige Zusammenbruch folgt, bringen ihn Freunde nach Chaillot, außerhalb von Paris. Seine ältere Schwester Luduwika trifft noch rechtzeitig in Frankreich ein, bevor er am 17. Oktober in Paris an Tuberkulose stirbt. - MIDI FILE - Ballade no.1 (8'43'') - MIDI FILE - Ballade no.2 (6'34'') - MIDI FILE - Ballade no. 3 (6'42'') - MIDI FILE - Ballade no. 4 (9'25'') |
Die Werke von Frédéric Chopin |
"Das Klavier ist mein zweites Ich": dieser Satz ist bezeichnend für Chopin und spiegelt sich auch in seinem Werk wieder, das fast zur Gänze für Klavier geschrieben ist. Im frühen 19.Jhd. erlebte die Klavierspieltechnik einen enormen Aufschwung, wobei vor allem Chopin und Liszt große Veränderungen bewirkten. Zu Chopins Zeiten galten seine Etüden op.10 gleich wie viele Werke Liszts noch als unspielbar. - MIDI FILE 12 Studies op.10: n.1 (156) Doch obwohl bei Chopin der Hang zum Virtuosen oft spürbar ist, steht die Virtuosität bei ihm immer im Dienste der Poesie, sie ist musikalisch immer gerechtfertigt. Chopins Stil war etwas Neuartiges, unmittelbare Vorbilder gibt es keine. Doch spürt man den Einfluß von Paganini, Liszt (Etüden) und dem Bel Canto in den Opern von Rossini und Bellini (Nocturnes).- MIDI FILE - Nocturnes (complete) Nocturne Op.9 No.1 (5'45'') Nocturne Op.9 No.2 (4'00'') Nocturne Op.9 No.3 (6'36'') Nocturne Op.15 No.1 (4'06'') Nocturne Op.15 No.2 (3'40'') Nocturne Op.15 No.3 (3'26'') Nocturne Op.27 No.1 (5'12'') Nocturne Op.27 No.2 (5'47'') Nocturne Op.32 No.1 (5'09'') Nocturne Op.32 No.2 (5'48'') Nocturne Op.37 No.1 (6'22'') Nocturne Op.37 No.2 (6'35'') Nocturne Op.48 No.1 (6'17'') Nocturne Op.48 No.2 (7'24'') Nocturne Op.55 No.1 (4'57'') Nocturne Op.55 No.2 (5'22'') Nocturne Op.62 No.1 (7'07'') Nocturne Op.62 No.2 (5'56'') Nocturne Op.72 No.1 (4'38'') Nocturne No.20 (4'01'') Nocturne No.21 (3'04'') Am markantesten fällt jedoch der Einfluß polnischer Volksmusik auf (Polonaisen, Mazurken), was bei Chopin weniger als Heimweh zu verstehen ist, als vielmehr ein Zeichen für die Aufrechterhaltung des Kontakts mit der Heimat. - MIDI FILE Polonaise "Heroic" op.53, for piano (625)
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| Catalogue
of F. Chopin's Works |