|
Werner Egk (1901 - 1983) [ Biographie | Photo Gallery | Home Page ] |
|
![]()
Die Biographie von Werner Egk |
Deutscher Komponist und Dirigent: ersten Musikunterricht erhielt er am Städt Konservatorium in Augsburg; erst nach dem Abitur beschloß er, Musiker zu werden. Seine Studien absolvierte er in Frankfurt am Main und in München; dort fand er erste Kontakte mit dem Theater; er komponierte Schauspielmusiken. Am "Marionettentheater Münchner Künstler" lernt er das "Puppenspiel vom Doktor Faust" als erste Anregung zum späteren Abraxas Ballett und die "Zaubergeige" von Pocci kennen, die er später zu einer seiner geglücktesten Bühnenwerke ausgestalten wird. In Berlin kommen mannigfache Anregungen durch Kennenlernen moderner Werke und einen Kompositionsauftrag der Berliner Funkstunde auf ihn zu; nach Rückkehr nach München schreibt Egk zahlreiche Hörspielmusiken und andere Werke für den Rundfunk, wo er auch Gelegenheit hat, diese Stücke selbst zu dirigieren, eine Tätigkeit, die er später (so an der Berliner Staatsoper) auch auf fremde Werke ausdehnt. In Egks kompositorischem Schaffen überwiegen Vokalwerke, wobei er die Libretti für seine Bühnenwerke selbst verfaßte; die Hauptwerke behandeln meist legendäre oder historische Figuren mit symbolhaftem Charakter wie Circe, Faust, Columbus, Don Juan, Peer Gynt. Seine Irische Legende wurde 1955 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt; der Revisor (nach Gogol) in Schwetzingen (1957) und Die Verlobung in San Domingo (nach Kleist) in München (1963). Von den konzertanten Werken seien erwähnt die Georgica Geigenmusik für Orchester, die Französische Suite und eine Orchestersonate sowie die Variationen über ein karibisches Thema (auch als Ballett La Danza) und Vokalwerke wie das bravouröse Chanson et Romance für Koloratursopran und kleines Orchester oder La Tentation de St. Antoine (nach Gesängen und Versen des 18. Jahrhunderts) für Altstimme und Stieichquartett (und Streichorchester) und die Dramatische Tanzdichtung Joan von Zarissa für Sprecher, gemischten Chor und Orchester. Egks Musik bleibt bei aller Modernität in den Ausdrucksmitteln im wesentlichen tonal und kann in ihren Wurzeln z. T. auf Strawinsky, R. Strauss und französische Elemente zurückgeführt werden. Egk hat zahlreiche Ehrenstellen im deutschen
Musikleben eingenommen, u. a. als Präsident des Deutschen Musikrates und des deutschen
Komponistenverbandes.
|