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Girolamo Frescobaldi

(1583 - 1643)

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Die Biographie von Girolamo Frescobaldi

 

Frescobaldi war für die Instrumentalmusik eine ebenso epochemachende Erscheinung wie Monteverdi für die Vokalmusik.

Auf spätere Generationen von Orgel- und Klavierkomponisten übte er einen erheblichen Einfluß aus; er stammte aus Ferrara und studierte unter dem Domorganisten Luzzaschi.

1607 war er kurze Zeit als Organist an der Kirche Santa Maria in Trastevere in Rom tätig; von hier wandte er sich in die Niederlande, wo 1608 in Antwerpen sein erstes Buch mit Madrigalen erschien.

Noch im selben Jahr kehrte er nach Italien zurück; sein zweites Buch erschien in Mailand; im November 1608 wurde er zum Organisten am Petersdom in Rom ernannt.

- MIDI FILE - Ricercare for organ (1’50’’)

Dieses Amt hatte er bis ans Lebensende inne, wenn man von einem kurzen Aufenthalt in Florenz absieht, wo er als Organist für Ferdinando de' Medici tätig war (1628-1634).

Frescobaldis Einfluß auf den musikalischen Stil seiner Zeit war erheblich: durch seine Schüler griff sein blühender Klavierstil auf andere musikalische Schulen namentlich in Deutschland über.

- MIDI FILE - Toccata No.3 for harpsichord (2'21'')

Der vielgereiste Orgelvirtuose Johann Froberger studierte vier Jahre lang bei ihm, und Bach war von einer seiner Kompositionen, den "Fiori Musicali" von 1635 (Orgelimprovisationen über ein Choralthema), so beeindruckt, daß er das Werk eigenhändig abschrieb.

 

Die Werke von Girolamo Frescobaldi


Wie viele seiner Zeitgenossen schrieb auch Frescobaldi Vokal- und Kammermusik, doch die meisten seiner Kompositionen sind für Orgel und Cembalo, Tokkaten, Ricercari, Kanzonen, Capricci - in all diesen Werken hat die Musikforschung Vorformen der Fuge erkannt.