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Francesco Geminiani

  (1687 - 1762)

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Die Biographie von Francesco Geminiani

 

Geminiani stammte aus der Toskana, veröffentlichte aber sein erstes Werk, eine Sammlung mit zwölf Violinsonaten, in London.

Diese Sonaten galten damals als noch meisterhafter und kunstvoller als diejenigen Corellis, dessen Schüler Geminiani war.

1728 bot man dem sich ewig in Geldnöten befindenden Meister den Posten eines irischen Master of State Music an, den er jedoch ablehnte.

Zwanzig Jahre später schlug er auch das Angebot des Prince of Wales aus, ihm eine jährliche Rente von 100 Pfund auszusetzen.

Zwischen diesen beiden Ereignissen verfaßte und veröffentlichte er ein musiktheoretisches Werk mit dem Titel Guida Armonica sowie eine wichtige Abhandlung, The Art of Playing on the Violin, mit dessen Hilfe beute die korrekten Violintechniken des 18. Jahrhunderts rekonstruiert werden können.

In seinen späteren Jahren entwickelte Geminiani eine unglückliche Leidenschaft für Gemälde: er kaufte teuer ein und verkaufte billig, so daß er schließlich im Schuldgefängnis landete, aus dem ihn erst sein einstiger Schüler, Lord Essex, befreite.

Vorübergehend ließ er sich in Paris nieder, wo er weiter vom Pech verfolgt wurde, als er sich als Verleger seiner eigenen Werke versuchte.

1761 begab er sich nach Dublin, wobei er das Manuskript einer musikalischen Abhandlung mit sich führte, die Frucht jahrelanger Arbeit.