Carlo Gesualdo (um 1560 - 1613) [ Biographie | Die Werke | Photo Gallery | Home Page ] |
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Die Biographie von Carlo Gesualdo |
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Italienischer Komponist: sobald Klarheit darüber bestand, daß Carlo Gesualdo den väterlichen Titel eines Fürsten von Venosa erben würde, setzte eine emsige Suche nach der richtigen Gemahlin ein. Maria d'Avalos, die Erwählte, erwies sich als denkbar falsch: die 25 jährige nahm Gesualdos Antrag an, noch ehe die Blumen auf dem Grab ihres zweiten Gatten verwelkt waren; vier Jahre später nahm sie sich einen jungen Adligen aus Neapel zum Liebhaber, der unzüchtige, lüsterne Begierden in Donna Marias Busen erweckte. Gesualdo ertappte die beiden in flagranti; während er den Liebhaber seinem Diener überließ, erdolchte er selbst seine Gattin und befahl, die Leichen am nächsten Tag auf der Treppe seines Palastes zur Schau zu stellen. Eine Zeitlang zog sich der Fürst in seinen Palast Gesualdo zurück, doch vier Jahre später, 1594, heiratete er Leonora d'Este. Von Jugend an hatte Gesualdo sich mit Musik beschäftigt, aber erst seit kurzem hatte er zu komponieren begonnen. Nun lockte ihn die Gelegenheit, in das herzogliche Haus von Ferrara einzuheiraten, einer der kunstsinnigsten Höfe des damaligen Italien. Diese Verbindung zeitigte zwar einen musikalischen Erfolg, doch auch ein persönliches Verhängnis. Gesualdo komponierte eifrig, kümmerte sich aber nicht um Leonora, außer um sie zu mißhandeln. Wegen seines Verhaltens mußte er Ferrara verlassen; in seinem Palast bei Neapel quälte er die arme Fürstin weiter, indem er "sie schlug und ihr alle Lebensfreude raubte": wie vorauszusehen, nahm die Geschichte ein schlimmes Ende; Gesualdo starb, "gehetzt von einer großen Schar Dämonen"; doch nicht alles im Leben des Fürsten von Venosa war so häßlich. |
Die Werke von Carlo Gesualdo |
Er komponierte drei Bände mit geistlicher Musik und sieben mit Madrigalen. Letztere, insgesamt einhundertzwanzig, erweisen ihn als kühnen Neuerer, der Dissonanz und Chromatik derart virtuos anwendet, daß frappierende dramatische Wirkungen entstehen. Vielfach komponierte er Texte von Torquato Tasso. Für den bis ins 20. Jahrhundert kaum beachteten Gesualdo setzte sich Igor Strawinskij ein. |