Carl Loewe (1796 - 1869) [ Biographie | Photo Gallery | Home Page ] |
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Die Biographie von Carl Loewe |
Deutscher Balladenkomponist: Loewe erhielt seinen ersten Musikunterricht in Halle, wo er auch zu einem ausgezeichneten Tenorsänger ausgebildet wurde. 1817 begann er an der dortigen Universität das Studium der Theologie; zugleich war er Organist der Marienkirche. 1820 ging er als Organist und Kantor an die Jacobikirche nach Stettin. Seit 1821 war er dort Städtischer Musikdirektor, dieses Amt hatte er fast ein halbes Jahrhundert lang inne. 1831 führte er in Stettin die Matthäuspassion von Bach auf. 1832 ernannte ihn die Universität Greifswald zum Ehrendoktor. Loewe war, ungewöhnlich für einen Komponisten, ein ausgebildeter Sänger, der imstande war, seine einzigartigen Balladen selbst vorzutragen. Seine Begabung erscheint von Anfang an als vollendet; insofern ist er mit Schubert zu vergleichen. Schon seine ersten Balladen Edward (1818) und Erlkönig (nach Goethe, 1818) zeugen von seiner Meisterschaft. Zu seinen gelungensten Schöpfungen zählen ferner Heinrich der Vogler, Tom der Reimer, Prinz Eugen, sowie, nach einer Ballade von Theodor Fontane, Archibald Douglas. Loewe trat auch mit Oratorien hervor, u. a. mit der monumentalen Zerstörung Jerusalems (1829). Zu seiner Zeit am berühmtesten war das Legendenoratorium Die Siebenschläfer (1833). Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Kiel, wo er in einem Zustand der Entrücktheit verstarb. |