Jean-Baptiste Lully (1632 - 1687) [ Biographie | Die Werke | Opern | Hauptwerke | |
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Die Biographie von Jean-Baptiste Lully |
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Französischer Komponist italienischer Herkunft; Giovanni Battista Lulli, wie er ursprünglich hieß, wurde in oder bei Florenz geboren und war der Sohn eines Müllers. 1646 wurde Lully von einem durchreisenden französischen Höfling, dem Chevalier de Guise, der von der Persönlichkeit und den Fähigkeiten des Knaben beeindruckt war, entdeckt, mitgenommen und in die Pariser Gesellschaft eingeführt. Lully trat zunächst als Page in die Dienste der M.lle de Montpensier, einer Cousine Ludwigs XIII., lernte Französisch, spielte Violine und Gitarre und paßte sich den Manieren und dem Stil des französischen Hofes an. Ob seines Witzes und seiner neuartigen Technik des Violinspiels erregte er schließlich die Aufmerksamkeit des Königs, der damals (um 1653) etwa 15 Jahre alt war, sechs Jahre jünger als der Komponist. So brachte es Baptiste, wie er vertraulich genannt wurde, schließlich zum Geiger in der Privatkapelle Ludwigs - den Vingt-quatre Violons du Roi. Um diese Zeit studierte Lully auch Komposition und Cembalo und entwickelte außerdem seine tänzerischen Fähigkeiten. Er begann, Ballette für den Hof zu schreiben, und tanzte verschiedentlich zusammen mit dem König seine eigenen Werke. 1653 ernannte Ludwig ihn zum Hofkomponisten; 1656 schuf der König ein eigenes Orchester für ihn, die 16 petits violons. Dieser Klangkörper wurde unter Lullys strenger Leitung zu einem der besten seiner Zeit. 1661 wurde Lully französischer Staatsbürger, und 1662 ernannte ihn der König zum Musikmeister der Königlichen Familie. 1662 begann die Zusammenarbeit zwischen Lully und dem großen Dichter Molière; sie dauerte bis zu dessen Tod 1673 und aus ihr resultierte eine Reihe von Ballets de cour, wie etwa der berühmte Bourgeois gentilhomme. Aus diesen Anfängen entstand später der französische Operntyp der lyrischen Tragödie; zur gleichen Zeit entwickelte Lully die klassische Form der Französischen Ouvertüre. Bei diesem Ouvertürentypus folgt auf einen langsamen ersten ein schneller, meist fugierter zweiter Teil und danach wiederum ein langsamerer dritter Teil. Trotz beträchtlicher gesellschaftlicher Erfolge, vollkommener finanzieller Unabhängigkeit - zu der umfangreiche Grundstücksspekulationen in und um Paris führten - und des im Grunde überspannten Lebens an den Höfen von Versailles, Fontainebleau und Saint-Germain blieb sich Lully der Tatsache bewußt, daß seine eigentliche Begabung auf dem Gebiet des Theaters lag. Aus dieser Überlegung heraus entwickelte er eine neuartige, sensiblere und geschmeidigere Vertonung französischer Operntexte, die er mit einem beispiellosen Realismus erfüllte. 1672 erhielt Lully vom König das Patent zur Eröffnung einer Oper und einer Königlichen Musikakademie. Lullys Tod war ungewöhnlich: er verunglückte beim Dirigieren eines Te Deum zu Ehren des Königs. Nach Sitte der Zeit schlug er den Takt mit einem langen Stab, den er sich versehentlich in den Fuß stieß. Er zog sich eine Blutvergiftung mit nachfolgendem Gangrän zu und starb wenige Wochen später in seiner Pariser Wohnung. |
Die Werke von Jean-Baptiste Lully |
Über 20 Bühnenwerke hat Lully aufgeführt, z. B. Alceste (1674), Thésée (1675), Isis (1677), Psyché (1678) usw. Lully war der Begründer der französischen Nationaloper, seine Beliebtheit schwand eigentlich erst mit dem Auftreten Glucks. Kennzeichen seiner Oper sind die schon erwähnte Französische Ouvertüre, die sprachgenauen Rezitative, die Verwendung mächtiger Chöre sowie dramatisch sinnvolle Ballette. |
| - The most important works of J. Lully
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