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Johann Gottlieb Naumann

(1741 - 1801)

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Die Biographie von Johann Gottlieb Naumann

 

Deutscher Komponist; der aus Blasewitz bei Dresden stammende Naumann erarbeitete sich als Kind auf eigene Faust musikalische Grundlagen und wurde später Schüler der Dresdner Kreuzschule.

Zwischen 1757 und 1762 nahm er Unterricht bei Tartini, Padre Martini und Johann Adolf Hasse.

1764 wurde Naumann Kirchenkompositeur am Dresdner Hof.

Zwischen 1763 und 1764 schrieb er drei Opern nach Libretti des Wiener Hofdichters Metastasio.

1777 holte ihn König Gustav III. von Schweden nach Stockholm, wo Naumann drei schwedische Opern schrieb.

Eine von ihnen, Gustav Wasa (1786), galt lange Zeit als schwedische „Nationaloper".

Hier ist u. a. die Technik des Erinnerungsmotivs bemerkenswert.

1786 schrieb er für Kopenhagen die erste große Oper in dänischer Sprache, „Orpheus og Euridice".

Naumann, der zu Lebzeiten großes Ansehen genoß, aber sehr schnell vergessen wurde, ist erst im 20. Jahrhundert wieder als einer der führenden Komponisten am Ausgang des 18. Jahrhunderts erkannt worden.

Er komponierte außer den genannten Werken noch weitere Opern in italienischer Sprache, mehrere Oratorien und sonstige Kirchenmusik sowie das „Dresdener Amen", von dem noch Mendelssohn und Wagner musikalischen Gebrauch machten.

Er schrieb auch einige, noch heute aufgeführte Stücke für die im Deutschland des 18. Jahrhunderts beliebte Glasharmonika.

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