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 Johann Friedrich Reichardt

(1752 - 1814)

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Die Biographie von Johann Reichardt

 

Deutscher Komponist und Musikkritiker: nach Musikstudien in Königsberg, Leipzig und Dresden machte Reichardt eine bemerkenswerte Karriere, er wurde schon im Alter von 23 Jahren 1775 Hofkapellmeister Friedrichs des Großen.

1794 kaufte er sich das Gut Giebichenstein bei Halle; hier verkehrten junge Musiker, wie etwa Carl Loewe, aber auch Dichter der romantischen Schule, etwa Brentano und Eichendorff, aber auch Goethe.

Im Jahre 1808 mußte Reichardt auf Veranlassung Jérôme Bonapartes Hofkapellmeister in Kassel werden.

Reichardt gilt als Schöpfer des deutschen Liederspiels, teilweise nach Texten Von Goethe (Erwin und Elmine, 1790; Jery und Bätely, 1801).

Große Bedeutung gewann er als Liederkomponist der zweiten Berliner Liederschule; er schuf mehr als 1000 Lieder, zum Teil nach Texten von Goethe und Schiller, von denen viele noch heute aufgeführt werden und in denen er großes Gewicht auf die Ausarbeitung der Klavierbegleitung legte.

Diese Werke hatten Einfluß auf Loewe und Schubert, und auch Mendelssohn gehörte zu den Bewunderern von Reichardts Musik.

Reichardt war einer der bedeutendsten Musikkritiker des 18. Jahrhunderts; bemerkenswert sind seine "Briefe eines aufmerksamen Reisenden, die Musik betreffend".