| Giuseppe
Sarti
(1729 - 1802) [ Biographie | Photo Gallery | Home Page ] |
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| Italienischer Komponist; Sarti, der sein Leben lang in Intrigen verwickelt war und sich ständig auf Reisen befand (das eine war häufig eine Folge des anderen), begann seine musikalische Laufbahn als Domorganist in seiner Heimatstadt Faenza, wo er von 1748-1750 wirkte. Bald stieg er zum Leiter des dortigen Theaters auf und brachte 1752 seine erste Oper heraus, Pompeo in Armenia". Schon wenige Jahre später finden wir Sarti in Dänemark, wo er zunächst als Kapellmeister einer Operngruppe und dann als Hofkapellmeister tätig war. Wegen einer Bestechungsaffäre 1775 entlassen, kehrte er nach Venedig zurück und errang vier Jahre später, im Wettstreit mit Paisiello, das Amt eines maestro di cappella" am Mailänder Dom. Er blieb dort sechs Jahre lang und wurde Lehrer des jungen Cherubini. 1784 berief ihn Katharina die Große nach St. Petersburg. Auf dem Weg nach Rußland traf Sarti in Wien Mozart, dessen Streichquartette ihm barbarisch" erschienen. Mozart zitiert eine Melodie Sartis in seinem Don Giovanni". In Petersburg schrieb Sarti u. a. russische Oratorien für die griechisch-orthodoxe Kirche, die jedoch keine Schule machten. 1790 komponierte er, nach einem Text der Zarin, die Oper Natschalnoje Uprawlenije Olega" (Die Anfänge der Herrschaft Olegs"). Außerdem führte er den sogenannten Petersburger Kammerton" ein, wofür er zum Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt wurde. Nachdem er neuerlich in Intrigen verwickelt wurde, gelangte Sarti in die Dienste des Fürsten Potemkin, in dessen Begleitung er den Krieg gegen die Türken miterlebte. Nach Potemkins Tod (1791) wurde Sarti 1793 abermals zum Hofkomponisten ernannt. Er entschloß sich zuletzt, wieder nach Italien zurückzukehren, doch starb er unterwegs in Berlin.
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