Deutscher
Komponist und Organist; Staden, der aus Nürnberg stammte, war seit 1604 Fürstlich
brandenburgischer Hoforganist in Kulmbach und Bayreuth.
1616 finden wir ihn als Organist in St. Lorenz in
Nürnberg wieder.
Von 1618 bis zu seinem Tode versah er dieselbe
Stelle an St. Sebaldus.
Staden ist eine wichtige Gestalt in der
Übergangszeit der deutschen Musik, als sich die Komponisten in zunehmendem Maße vom
alten Stil der reinen Volksmusik abwandten und dazu übergingen, die Gesangsstimmen mit Continuo-Begleitung zu
unterlegen.
Auch der gleichzeitige Gebrauch von Kirchentonarten und Durmoll-Tonarten läßt
sich bei Staden
nachweisen.
Seine Musik ist insofern typisch, als sie in ihren
Anfängen noch dem Renaissancestil verhaftet ist, während sie später progressiver wird.
Zwischen 1616 und 1626 veröf fentlichte Staden in Nürnberg sechs Bücher mit Kirchenmusikwerken, die die verschiedenen
zeitgenössischen Stilelemente demonstrieren.
Neben der reinen Vokalmotette und der Motette mit
Continuo-Begleitung steht das geistliche Konzert für Singstimmen mit
Instrumentalbegleitung und Zwischenspielen.
Wie viele seiner Zeitgenossen, verfaßte Staden auch weltliche
Lieder und Tänze (Venus-Kränzlein",
1610); zudem komponierte er kurze, einfach zu spielende geistliche Musikwerke für den
Hausmusikgebrauch, wie sie damals in Nürnberg beliebt waren.