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Jacob Stainer

(1621 - 1683)

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Die Biographie von Jacob Stainer

 

Österreichischer Geigenbauer; ebenso bedeutend wie die größten Cremonenser Meister.

Stainer wurde in Absam in Tirol geboren und war noch keine 20 Jahre alt, als er bereits Geigen baute und verkaufte.

Er hat die besten italienischen Geigen in Innsbruck studieren können und vielleicht auch zeitweilig unter Niccolò Amati gearbeitet.

Sein Leben war ein verzweifelter Kampf gegen allerlei Widrigkeiten, die seine Arbeit bedrohten.

Er hatte ständig Schulden und wurde von Gläubigern bedrängt.

1670 wurde er als Häretiker angeklagt und ins Gefängnis geworfen, und nach seiner Freilassung sah er sich aufs neue von Gläubigern bedrängt, die die Begleichung alter Schulden forderten.

Wegen Schulden, die Jahre zuvor sein Schwiegervater gemacht hatte, wurde er erneut verklagt.

Man nahm ihm nicht nur seine Geigen weg, sondern auch alle seine Geräte und Werkzeuge.

Nachdem er eine große Zahl von Instrumenten gebaut hatte, verfiel Stainer schließlich in Wahnsinn und verbrachte die letzten fünf Jahre seines Lebens in einer Anstalt.

Sein Haus wurde versteigert, seine Frau starb völlig verarmt.

Daß ein Genie sich unter solchen Umständen entfalten kann, ist ein wahres Wunder.

Stainers Geigen, die Ähnlichkeit mit denen der Brüder Amati haben, wurden viele Generationen lang - namentlich in Deutschland höher geschätzt als die Instrumente Stradivaris; Bach und Mozart besaßen Stainer-Geigen, und selbst in Italien, das eigene geniale Geigenbauer besaß, wurden die Instrumente Stainers kopiert.

So manche Geige aus seiner Werkstatt wurde zerstört, als man sie auseinander nahm, um hinter ihr Geheimnis zu kommen, und Fälschungen waren keine Seltenheit.

- Karadar Bertoldi Ensemble - Studio Informatico Anesin -