Hugo Wolf (1860 - 1903) [ Biographie | Die Werke | Die Lieder | Photo Gallery | Home Page ] |
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Die Biographie von Hugo Wolf |
Österreichischer Komponist: Wolf wurde in der z. T. von Slowenen bewohnten Südsteiermark geboren. Der Vater spielte mehrere Instrumente und brachte dem Fünfjährigen die Anfangsgründe des Klavier- und Violinspiels sowie das Klavierstimmen bei. Hugo durfte auch das Gymnasium besuchen, war aber ein sehr schlechter Schüler (wiederholter Schulwechsel); mit fünfzehn setzte er die Beendigung des Gymnasialstudiums durch und durfte nach Wien an das Konservatorium gehen. Schon im zweiten Schuljahr litt es ihn (wegen des infolge Lehrerwechsels trockener gewordenen Harmonielehreunterrichts) auch dort nicht mehr und er beschloß, sich alle erforderlichen Kenntnisse künftig autodidaktisch anzueignen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er durch Klavier- und Violinunterricht, Korrekturarbeiten, Korrepetition, Aufspielen zum Tanz und milde Gaben der Eltern und Freunde. Zu seinem Kreis gehörten u. a. Mahler (mit dem er eine Zeitlang zusammen wohnte), Felix Mottl und Hermann Bahr. Aus jener Zeit stammt ein Streichquartett in d-moll mit dem Titel Entbehren sollst Du, sollst entbehren. Seine Verehrung für Brahms schlug ins Gegenteil um, als dieser ihm riet, seine Theoriestudien bei Nottebohm fortzusetzen, was für Wolf finanziell unmöglich gewesen wäre. Ein Versuch, sich als Dirigent fortzubringen - am Salzburger Stadttheater - scheitert nach zweieinhalb Monaten und Wolf kehrte nach Wien zurück. Prägendes Erlebnis sollte - nach einer schon früher gehörten Aufführung von Wagners Tannhäuser - sein Besuch in Bayreuth werden, wo er 1882 den Parsifal hört. 1883 rät ihm Liszt in Wien, er solle sich auch an größeren Formen versuchen, und er schreibt unter dem Eindruck von Kleists "Penthesilea" eine gleichnamige symphonische Dichtung. Mehrfach erwies sich die Wiener Hofjuweliersfamilie Köchert äußerst hilfreich, sie nahm ihn wiederholt in eines ihrer Wiener oder auf dem Lande befindlichen Häuser für längere ungestörte, sorglose Arbeitsperioden auf. Ihr war auch seine Anstellung beim Wiener Salonblatt als Kritiker zu danken. Hier setzte er sich (in damals herausfordernder Weise) für die umstrittenen Wagner, Liszt und Bruckner ein. Hanslick rebellierte gegen den jungen Grünschnabel und "Penthesilea" wurde von den Wiener Philharmonikern nicht zur Aufführung angenommen. Wolf zog sich nunmehr ganz auf die Liedkomposition zurück, wobei Perioden lethargischer Untätigkeit mit Schüben fieberhafter schöpferischer Aktivität abwechselten (z. B. 50 Goethe-Lieder in dreieinhalb Monaten) |
Die Werke von Hugo Wolf |
Wolf hat etwa 200 Lieder geschrieben - darunter die großen Zyklen des Italienischen und des Spanischen Liederbuchs, die Eichendorff - und die Mörike-Lieder, - eine wenig erfolgreiche Oper, "Der Corregidor" (1896) nach einer Novelle des Spaniers Pedro A. de Alarcòn, eine Italienische Serenade für kleines Orchester und einige wenige Kammermusikwerke. Kenner behaupten, daß Hugo Wolf als Liederkomponist nächst Schubert der höchste Rang gebührt. Sicher ist, daß er wie keiner durch meisterhafte musikalische Deklamation subtilste Ausdruckswirkungen erzielt und in seiner Harmonik äußerst originell charakterisierende, für seine Zeit z. T. vorausweisend moderne Klänge erfunden hat, Qualitäten, die ihndazu befähigt haben, Unsagbares ausdrucksmächtig singbar zu machen. Wolfs Liedschaffen ist weltweit bekanntes und beliebtes Kulturgut geworden. Sein persönliches Lebensschicksal war geprägt von übergroßer seelischer Spannung, an der seine Persönlichkeit schließlich zerbrach. Er starb nach jahrelangem qualvollem Siechtum in einer Nervenheilanstalt. |
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