Arvo Pärt (g. 1935) [ Biographie | Werkverzeichnis | Photo Gallery | |
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Die Biographie von Arvo Pärt |
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Arvo Pärt stammt aus Estland - wuchs also in der damaligen USSR auf - und arbeitete in der Hauptstadt Tallinn als Tonmeister beim Estnischen Rundfunk. Gleichzeitig studierte er Kompositionslehre bei Heino Eller und schrieb in dieser Zeit die ersten estnischen Zwölftonstücke; mit dem Abschluß seines Studiums im Jahre 1963 begann eine zweite Phase in Pärts Schaffen, in der er die Technik der Collage verwendete. Sein bekanntestes Werk aus dieser Zeit, die Collage sur B.A.C.H (1964), vereint barocke Elemente mit neuen, modernen Ideen. Im Jahre 1968 "verstummte" Pärt, der in der Collagetechnik nur noch bloßes Zitieren sah, und widmete sich in den nächsten acht Jahren hauptsächlich dem Studium mittelalterlicher Musik. Erst 1976 fand er zum Komponieren zurück und zu dem Stil, der seine Musik seitdem geprägt hat: er selbst bezeichnete diesen "neuen alten" Stil als Tintinnabuli-Technik (tintinnabulum: Glöckchen) - ein glockenhaft tönender Dreiklang bildet den Tonvorrat für einfachste Melodieführungen eines Teils der Stimmen. Nicht Virtuosentum steht im Vordergrund, sondern Klarheit, handwerkliche Präzision und eine Intensität, die aus der Einfachheit entsteht. Diese Art der Komposition entstand nicht zuletzt auch aus der Überzeugung heraus, daß "alle Musik im Innersten religiös" sei, eine Einstellung, die in der UdSSR allerdings zu immer stärkeren Behinderungen für Arvo Pärt führte, so daß er in letzter Konsequenz das Land verließ und sich nach Stationen in Israel und Wien 1981 in West-Berlin niederließ.
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