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Wolfgang Schmeltzls

(um 1505 - 1564)

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Die Biographie von Wolfgang Schmeltzls

 

Wolfgang Schmeltzls (geb. Kemnath/Oberpfalz, gest. St. Lorenzen bei Neunkirchen/NÖ) Liederbuch „Guter seltzsamer und kunstreicher teutscher Gesang„ (1544) unterscheidet sich inhaltlich stark von den üblichen Liederdrucken der Zeit.

Er wollte darüber hinaus die damals neuen Gattungen Chanson und Madrigal bzw. Deren Satztechniken im deutschen Raum bekannt machen.

In dieser Sammlung, die zum größeren Teil aus anonymen und wohl dem Herausgeber zuzuweisenden Titeln besteht, finden sich hauptsächlich zwei Satztechniken: zum einen das von Schmeltzl erstmals so genannte „Quodlibet", das polyphon orientiert ist und das deutsche cantus-firmus-Lied ablösen soll und zum anderen die später so genannten „Priameln", das sind scherzhafte Kataloggedichte in homophoner Vertonung.

Diese Sammlung kann daher als wichtiges Indiz für den Versuch einer Erneuerung der deutschen Gesellschaftsmusik um die Mitte des 16. Jhs. gesehen werden.