Alfred Schnittke (1934 - 1998) [ Biographie | Werkverzeichnis | Photo Gallery | |
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Die Biographie von Alfred Schnittke |
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Von 1953 bis 1958 studiert Schnittke am Moskauer Konservatorium Komposition und Kontrapunkt bei Jewgeni Golubew sowie Instrumentation bei Nikolai Rakow; 1957 entsteht Schnittkes Debütwerk, das 1. Violinkonzert. Wesentlich beein-flußt ihn in dieser Zeit der in Moskau lebende Webern-Schüler Filip Herschkowitsch, der ihn mit Werken von Schönberg, Berg und Webern vertraut macht. Weitere Anregungen erfährt Schnittke aus dem Oeuvre Schostakowitschs, Strawinskys, Orffs, Hindemiths und Honeggers. Die folgenden programmusikalischen Stücke orientieren sich an Kriegsthemen, so etwa das Oratorium "Nagasaki" oder "Lieder für Krieg und Frieden"; 1961 wird Schnittke Mitglied des Komponistenverbandes der UdSSR, ein Jahr später erhält er einen Lehrauftrag für Komposition am Konservatorium in Moskau; ab 1962 entstehen die ersten von insgesamt fast 70 Filmkompositionen, deren musikalische Sprache sich zunächst an den Forderungen der sowjetischen Kulturpolitik orientiert. Eine allmähliche Öffnung gegenüber westlichen Avantgarde-Strömungen bewegten Schnittke, Aleatorik und Dodekaphonie in sein Werk einfließen zu lassen. Schnittke wendet sich von einseitig modernistischen Tendenzen seiner frühen Werke ab und bezieht, nach einer seriellen Phase in den 60er Jahren, polystilistische Elemente in seine Kompostitionen ein. Ab 1972 lebt Schnittke als freischaffender Komponist, seine 1. Sinfonie aus dem selben Jahr erscheint als erstes großes Werk in seiner neuen Kompositionsweise, der Polystilistik; die 1979 vollendete 2. Sinfonie "St. Florian" spiegelt mit ihren Anklängen an Anton Bruckner die Religiosität Schnittkes wieder. 1980 erhält Schnittke eine Gastprofessur an der Wiener Musikhochschule, 1981 wird er Mitglied der West-Berliner Akademie der Künste. 1990 nimmt Schnittke die Deutsche Staatsbürgerschaft an, wird Ehrenmitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und Leiter einer Kompositionsklasse an der Hamburger Musikhochschule. Es folgen zahlreiche Auszeichnungen und Preise; in seinen letzten Jahren verdichtet sich Schnittkes Schaffen, besonders im musikszenischen Bereich; erfolgreiche Opernaufführungen von "Leben mit einem Idioten" und "Gesualdo" sind Höhepunkte seines umfassenden Spätwerkes.
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| Catalogue of A. Schnittke's Works
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