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Luis Spohr 

(1784 - 1859)

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Die Biographie von Luis Spohr

 

Deutscher Komponist: sein eigentlicher Vorname war Ludwig, doch hat sich die französische Namensform eingebürgert.

Spohr hatte das Glück, in eine musikalische Familie geboren zu werden, und schon mit 15 Jahren sehen wir ihn als Kammermusiker in den Diensten des Herzogs von Braunschweig.

1812 wurde er Kapellmeister am Theater an der Wien; in dieser Zeit freundete er sich mit Beethoven an, der ihn häufig in seiner Wohnung besuchte.

1817 ging Spohr nach Frankfurt am Main, danach unternahm er ausgedehnte Konzertreisen durch Europa, die ihn bis nach Paris und London führten.

Die Berühmtheit Spohrs als Geigenvirtuose wurde nur von der Paganinis übertroffen; er hatte fast 200 namentlich bekannte Schüler.

1822 wurde er auf Empfehlung Webers Kapellmeister in Kassel; hier blieb er für die nächsten 25 Jahre, doch unternahm er zwischendurch Reisen in Deutschland und dem Ausland, um eigene Werke aufzuführen.

1813 schrieb er eine der ersten romantischen Opern, den Faust, den Carl Maria von Weber 1816 in Prag aufführte.  

 

Die Werke von Luis Spohr

 

Spohr war ein Romantiker, der sich aber gleichzeitig den Klassikern verpflichtet fühlte, besonders Mozart.
 

MIDI FILE - From Clarinet Concert op.26: 1st Mov. (10’55’’)


Gleichwohl zeigte er sich neuen Bestrebungen in der Musik gegenüber aufgeschlossen; so führte er 1843, also im Jahr der Uraufführung, den Fliegenden Holländer von
Wagner in Kassel auf.

Im gleichen Jahr nennt sich Richard Wagner in einem Brief an Spohr dessen "bewunderungsvollen Schüler": diese Worte entsprangen allerdings weniger der Ehrlichkeit als vielmehr der Dankbarkeit gegenüber seinem großen Förderer, der zu seiner Zeit berühmter war als z. B. Beethoven oder Schumann.